Studienfahrt der 9. Jahrgangsstufe nach London

by Kramss
Studienfahrt der 9. Jahrgangsstufe nach London

Anreise, 22./23. März 2026

Unsere Klassenfahrt nach London begann am 22.03.2026 – allerdings mit einer kleinen Verzögerung: Statt wie geplant um 17:30 Uhr starteten wir aufgrund einer halben Stunde Verspätung erst um 18:00 Uhr.

Die Fahrt verlief ohne längere Essenspausen (also unbedingt ausreichend Proviant mitnehmen!), lediglich kurze Stopps wurden aufgrund der Lenkzeiten eingelegt.

Gegen 05:00 Uhr morgens erreichten wir den Fährhafen, von wo aus wir um 06:00 Uhr planmäßig nach England übersetzten. Von unseren Lehrern erhielten wir Voucher, mit denen wir uns ein typisch englisches Frühstück – bestehend aus Sausages, Beans und Fried Eggs – holen konnten.

Nach insgesamt 16 schlaflosen, eher unbequemen, aber dennoch sehr unterhaltsamen Stunden kamen wir schließlich in London an.


Montag, 23. März 2026

Der erste Tag begann früh mit unserer Ankunft in der britischen Hauptstadt. Nach der langen Reise brachten wir zunächst unser Gepäck ins Hostel. Trotz Müdigkeit war die Stimmung durchweg positiv, da die Vorfreude auf die Stadt überwog.

Anschließend überquerten wir mit der Fähre den Fluss und erhielten dabei einen ersten eindrucksvollen Blick auf London vom Wasser aus. Auf der anderen Seite hatten wir zunächst Freizeit, um die Umgebung zu erkunden, etwas zu essen zu kaufen und die besondere, multikulturelle Atmosphäre der Stadt auf uns wirken zu lassen.

Ein besonderes Highlight war die anschließende Fahrt mit dem Uber Boat auf der Themse. Während wir unter der London Bridge hindurchfuhren, konnten wir zahlreiche Sehenswürdigkeiten entlang des Flusses entdecken – ein unvergesslicher Moment für viele.

In der Nähe von Westminster begann schließlich unser vorbereiteter Stadtrundgang, den wir bereits im Englischunterricht geplant hatten. Jeder Schüler stellte dabei eine Sehenswürdigkeit vor, wodurch der Rundgang besonders abwechslungsreich und informativ wurde. Zu den bekanntesten Stationen gehörten Big Ben, Buckingham Palace, das London Eye sowie die Houses of Parliament.

Besonders auffällig war das lebendige und hektische Stadtleben: volle Straßen, der ungewohnte Linksverkehr und das hohe Tempo der Menschen im Zentrum.

Nach dem Rundgang kehrten wir mit der Underground zurück und setzten anschließend erneut mit der Fähre über. Am Abend trafen wir uns – nach einigen kleineren Komplikationen bei der Zimmerverteilung – zum gemeinsamen Abendessen.

Der erste Tag hinterließ zahlreiche Eindrücke und bildete einen gelungenen Auftakt unserer Reise.


Dienstag, 24. März 2026

Nach dem anstrengenden ersten Tag war die Nacht eine willkommene Erholung. Dennoch begann der Tag früh: Um 07:30 Uhr trafen wir uns zum Frühstück, und bereits um 08:15 Uhr standen wir abmarschbereit im Foyer des Hostels.

In zwei Gruppen machten wir uns mit dem typischen roten Doppeldeckerbus auf den Weg zum Shakespeare’s Globe Theatre. Aufgrund der morgendlichen Rush Hour dauerte die Fahrt länger als erwartet, sodass wir leicht verspätet ankamen.

Unser Guide – ein gebürtiger Ire – begrüßte uns herzlich und führte uns mit viel Engagement durch das Theater. Durch seine lebendigen Erklärungen und seinen gut verständlichen Akzent konnten wir uns gut in die damalige Zeit hineinversetzen. Teilweise sprach er sogar Deutsch und teilte interessante persönliche Anekdoten.

Nach der Führung hatten wir etwa zwei Stunden Freizeit, bevor wir eines der im Voraus gewählten Museen besuchten: das Tate Modern, das British Museum oder das Natural History Museum.

Im Natural History Museum beeindruckte uns besonders die große Eingangshalle mit einem riesigen Walskelett. In den folgenden Stunden konnten wir die Entstehung unseres Planeten auf interaktive Weise erkunden.

Am Abend stand ein weiteres Highlight an: der Besuch eines Musicals („Der König der Löwen“ oder „Hamilton“). Anschließend fuhren wir durch das hell erleuchtete London zurück zum Hostel.


Mittwoch, 25. März 2026

Der dritte Tag begann bereits um 06:30 Uhr mit dem Frühstück. Das Buffet bot eine große Auswahl an kalten und warmen Speisen, darunter typisch britische Baked Beans und Würstchen.

Um 07:30 Uhr starteten wir unseren Ausflug nach Stratford-upon-Avon. Aufgrund des Verkehrs ging es zunächst nur langsam voran, doch außerhalb Londons wurde die Fahrt angenehmer. Nach etwa drei Stunden erreichten wir unser Ziel.

Dort besuchten wir das Geburtshaus von William Shakespeare. Von außen wirkte es eher unscheinbar, doch der liebevoll gestaltete Garten und die Einrichtung im Inneren vermittelten einen authentischen Eindruck seines Lebens. Mitarbeiter vor Ort standen bereit, um unsere Fragen zu beantworten.

Nach dem Besuch hatten wir etwa 1,5 Stunden Freizeit in Stratford, bevor wir unsere Weiterfahrt nach Oxford antraten. Dort erkundeten wir die Stadt und insbesondere die bekannte Oxford University, die für viele ein besonderes Highlight darstellte.

Am Abend kehrten wir – trotz einiger Regenschauer und der langen Fahrt – erschöpft, aber zufrieden ins Hostel zurück.


Donnerstag, 26. März 2026

Der Donnerstag begann im Vergleich zu den vorherigen Tagen etwas entspannter. Wir hatten die Möglichkeit, ab 07:30 Uhr in Ruhe zu frühstücken und trafen uns erst um 09:15 Uhr im Foyer. Bis dahin konnten wir die Zeit frei gestalten.

Für den Vormittag standen verschiedene Programmpunkte zur Auswahl, für die wir uns im Vorfeld entschieden hatten: eine Fahrt mit dem London Eye, ein Besuch im Tower of London oder ein Rundgang über den Borough Market. Eine geplante Besichtigung der Tower Bridge musste leider im Voraus abgesagt werden, da in unserem Zeitfenster keine Führung verfügbar war.

Der Borough Market bot eine beeindruckende Vielfalt an Eindrücken: von exotischen Früchten und verschiedenstem Gemüse bis hin zu intensiv riechendem Käse und vergleichsweise teuren Schokoerdbeeren war alles vertreten.

Die Fahrt mit dem London Eye hingegen bot einen völlig anderen Blick auf die Stadt. Aus der Höhe wirkte London plötzlich ruhig und übersichtlich – bekannte Sehenswürdigkeiten wie Big Ben, Westminster Abbey oder auch andere Wahrzeichen erschienen beinahe winzig. Der Ausblick über die gesamte Stadt war beeindruckend und bleibt vielen sicherlich lange in Erinnerung.

Der Besuch im Tower of London stellte den wohl geschichtlich intensivsten Programmpunkt dar. Neben den ausgestellten Waffen und Rüstungen waren es vor allem die eindrucksvollen Erzählungen über Gefangene, Hinrichtungen und Foltermethoden, die diesen Ort so besonders machten. Natürlich durften auch die berühmten Kronjuwelen sowie die Raben des Towers (Chaos, Jubilee, Edgar, Poppy, Georgie, Harris, Poe und Henry) nicht fehlen. Beim Durchqueren der verschiedenen Räume hatte man beinahe das Gefühl, von einer Zeitepoche in die nächste einzutreten.

Im Anschluss daran nahmen wir am „Shakespeare and Dickens Walk“ teil. Dabei wurden uns an scheinbar unscheinbaren Orten spannende Geschichten und Hintergründe vermittelt, die oft überraschend und fesselnd waren. Neben historischen Fakten erfuhren wir auch interessante Details – zum Beispiel, dass die Schule des Schauspielers von Harry Potter (Daniel Radcliffe) in den Filmen zu sehen ist.

Nach diesem abwechslungsreichen Programm stand uns der restliche Tag bis 20:00 Uhr zur freien Verfügung. Viele nutzten die Zeit, um zum Hostel zurückzukehren – was sich jedoch, egal ob zu Fuß oder mit dem Bus, als recht zeitaufwendig und teilweise anstrengend herausstellte.

Trotz der Erschöpfung war der Tag noch nicht vorbei: Den letzten Abend in London verbrachten viele von uns gemeinsam – einige bestellten Pizza aufs Zimmer, während andere den Abend in geselliger Runde ausklingen ließen.

So wurde der Donnerstag zu einem besonders intensiven, vielseitigen und gelungenen Abschluss unserer Reise – voller Eindrücke, Erlebnisse und gemeinsamer Erinnerungen.


Abreise, 27./28. März 2026

Unsere Rückfahrt begann um 09:00 Uhr am A&O Hostel in London. Nach etwa zwei Stunden erreichten wir den Fährhafen. Aufgrund von Schwierigkeiten bei der Passkontrolle verzögerte sich die Weiterfahrt, sodass wir erst am frühen Nachmittag nach Frankreich übersetzen konnten.

Während der Überfahrt erhielten wir erneut Voucher – diesmal für ein typisch englisches Mittagessen mit Fish and Chips. Gegen 15:00 Uhr erreichten wir Dünkirchen.

Auf der Weiterfahrt legten wir unsere erste richtige Essenspause bei Burger King ein. Später trafen wir auf einer Raststätte in Deutschland auf eine Gruppe belgischer Schüler, mit denen wir uns über unsere jeweiligen Klassenfahrten austauschten.

Nach einem letzten Fahrerwechsel gegen 22:00 Uhr ging es ohne weitere Pause weiter. Gegen 03:00 Uhr nachts erreichten wir schließlich Neudietendorf.

Zum Abschluss kam es noch zu einem kleinen Zwischenfall, bei dem einige Koffer vertauscht wurden – doch auch das konnte problemlos geklärt werden.

Am Ende kehrten alle wohlbehalten nach Hause zurück – mit vielen schönen Erinnerungen an eine unvergessliche Klassenfahrt.